von Harald Jansen
Kai Harbach: „Es war heute ein typisches Vorbereitungsspiel mit Licht und Schatten“
In einem ersten Testspiel für die kommende Regionalligasaison empfing das heimische Team um KSV-Coach Kai Harbach den Oberligisten aus Schwerte. Für die drei Neuzugänge im KSV-Team war es die Premiere im Trikot der Kreisstädterinnen.
Handball-Freundschaftsspiel Frauen
Königsborner SV – HSG Schwerte-Westhofen 41:32 (25:22,13:10)
So präsentierte sich neben Carlotta Schimanski und Natascha Schroth auch erstmals Sophia Bücker den heimischen Fans und stand auch gleich im Angriff auf Rückraum-links in der Startformation.
„Für das erste Spiel war es heute ganz okay. Ich muss noch gucken im Timing mit der Mitte“, sagte Sophia Bücker direkt nach Spielschluss. In der letzten Saison lief die wurfgewaltige Rechtshänderin (Jahrgang 2003) noch beim Ligakonkurrenten ASC Dortmund auf und wollte im Anschluss daran erst einmal eine Handballpause einlegen. Doch über den Kontakt zu KSV-Coach Kai Harbach kam Sophia letztlich doch erstmal zum KSV-Training. „Nach der ersten Einheit war mir klar, dass ich hier bleiben möchte. Die letzten Jahre waren etwas viel für mich und ich hatte den Spass am Handball etwas verloren“, sagte die Studentin, die mit sechs oder sieben Jahren mit dem Handball bei DJK Bösperde startete. Danach ging es in der Jugend zu HTV Hemer und anschließend für zwei Jahre zum BVB in der A-Jugend-Bundesliga und der Drittligamannschaft. Zwei weitere Jahre stand Sophia im Kader des Zweitligisten TuS Lintfort. „Da war ich leider auch lange verletzt und kam nachher nicht mehr rein“. Und in der abgelaufenen Regionalliga-Serie trug sie das Trikot des ASC Dortmund.
„Ich möchte Spass haben, mit der Mannschaft zusammenwachsen und Selbstvertrauen finden. Einfach eine gute Saison spielen“, antwortete Sophia auf die Frage nach ihren Zielen in der kommenden Saison: „Wenn wir so spielen wie wir trainieren und alle ihre Qualitäten auf die Platte bringen, können wir auch nächste Saison oben mitspielen.“
Im Spiel gegen den guten Oberlisten aus Schwerte machte Sophia Bücker auch gleich das erste KSV-Tor zum 1:1. Es entwickelte sich über die gesamte Spielzeit von dreimal zwanzig Minuten eine tempogeladene Partie, in denen es der HSG ein ums andere Mal gelang auch einige Schwächen in der KSV-Defensive aufzudecken. Doch vorne ging ordentlich die Post ab. Nach zehn Minuten führte Königsborn schnell mit 8:4 und lag auch bei der ersten Drittelpause mit 13:10 vorne. Coach Harbach, der auf die Verletzten Celine Pelz und Leonie Schmitz sowie auf Rückkehrerin Nell Hering und Keeperin Anna Seelbach verzichten musste, wechselte seine Formationen munter durch. So kam Neuzugang Carlotta Schimanski am Kreis und Natascha Schroth im Rückraum und später auch auf Linksaußen zu Einsatzminuten. Und Schwerte ließ sich nicht abschütteln und kam zum Ende der zweiten Drittelpause wieder bis auf 25:22 heran. In den letzten zwanzig Minuten stach Linkshänderin Emilie Krumscheid auf Rechtsaußen heraus, die ihr persönliches Torkonto bis auf acht anheben konnte.
„Es war heute ein typisches Vorbereitungsspiel mit Licht und Schatten. Da waren ein paar schöne Sachen dabei und wir wollten die neuen Leute einbinden. In der Deckung haben gegen die Halben und gegen den Kreis aber nicht gut verteidigt“, resümierte KSV-Coach Kai Harbach.
KSV: Schöße (16 Paraden) – Krollmann (7), Kucharczyk (3), Wrede (6/1), Steinweg (1), Lorenz (6), Krumscheid (8), Eckey (1), Albrecht (2), Schimanski, Schroth (1), Bücker (6)