Keeperin Anna Seelbach mit überragender Leistung
Handball-Regionalliga Frauen
Königsborner SV – TSV Hahlen 27:19 (13:10)
Drittes Heimspiel, dritter Sieg; das sind die nüchternen Zahlen zur Partie des Königsborner SV am Samstagabend gegen den TSV Hahlen. Mit nunmehr 9:3 Punkten legte das Team von KSV-Coach Kai Harbach den besten Saisonstart seit langer Zeit hin und festigte den vierten Tabellenplatz. Und doch lief es gegen den Gegner aus Minden, der nach wie vor ohne Punkte in der Tabelle steht, nicht optimal.
„Wir sind heute überhaupt nicht gut reingekommen. Das war unsere bisher schlechteste Leistung in dieser Saison“, stellte Harbach nach Schlusspfiff fest. Hahlen hatte sich gut vorbereitet und konnte das Tempospiel des KSV weitgehend unterbinden. Zudem leistete sich der KSV auch einige „Stockfehler“, die der TSV zu eigenen Treffern nutzen konnte. Nach gut zwölf Spielminuten nahm Harbach beim Stand von 5:6 seine Auszeit. Aber auch in der Folge stockte das KSV-Spiel nach vorne noch erheblich. Die Defensivabteilung steigerte sich allerdings mit zunehmender Spielzeit. Nach einem 4:0-Lauf, den die stark aufspielende Celine Pelz abschloss, hatten sich die heimischen Kreisstädterinnen eine 10:7-Führung erarbeitet, die auch beim 13:10 zur Pause noch Bestand hatte. „Ich habe in der Halbzeit nicht rumgemeckert. Wir stehen in der Deckung gut“, so Harbach: „Ich muss auch Hahlen loben, die das taktisch sehr gut gemacht haben. Die haben unsere Außen gut zugestellt beim Rückzug, sodass wir nicht zu den einfachen Toren kamen“.
Nach der Pause rührte die KSV-Deckung endgültig Beton an. Im Tor löste in der zweiten Hälfte Anna Seelbach Ira Schöße ab. Und Anna legte eine super Leistung auf das Parkett. Neun Paraden der Keeperin gaben der Defensivabteilung die endgültige Sicherheit. Königsborn konnte die Führung ausbauen und nach einem weiteren 4:0-Lauf war beim 21:13 zehn Minuten vor dem Abpfiff der Sack endgültig zu.
„Abwehrtechnisch war das heute in Ordnung, aber vorne war kein Spielfluss und auch keine Stimmung in der Halle. Es plätscherte irgendwie so dahin. Alles in allem können wir besser spielen, aber die Punkte nehmen wir natürlich gerne mit. Wir sind noch keine Mannschaft, die den Gegner einfach weghauen kann“, zog Harbach ein insgesamt realistisches Fazit.
„In der ersten Halbzeit war es für uns schwierig hereinzukommen. In der zweiten Halbzeit wurde es dann stimmungstechnisch besser“, sagte Torhüterin Anna Seelbach nach der Partie, die mit ihren Paraden dazu einen großen Anteil hatte. „In der zweiten Halbzeit hat Anna sehr gut gehalten“, freute sich der Königsborner Trainer über die Leistung seiner Keeperin.
Weiter geht es für den KSV am kommenden Freitag um 17 Uhr beim Aufsteiger DJK Coesfeld.
KSV: Schöße (4 Paraden), Seelbach (9 Paraden) – Lorenz, Albrecht (4), Hering (1), Wrede (2), Pelz (5), Halstenberg (2), Kucharczyk, Steinweg, Krollmann (1), L.Schmitz (8), E.Schmitz (4/1).
Strafminuten: 4 / 6