Geschichte

Handball in Königsborn
Im Jahre 2008 konnten wir auf 80 wechselvolle Jahre Handballsport in Königsborn zurückblicken. So gründeten zu einer Zeit als in vielen Turn- und Sportvereinen das Handballspiel aufgenommen wurde, auch die Aktiven des Turnvereins Colonie 1880 im Jahre 1928 unter der Leitung des Spielers Walter Dietrichs eine Handballabteilung. Bald darauf übernahm Willi Luncke die Leitung der Abteilung, die im Jahre 1948 führte. Während dieser Zeit erlebte der Handballsport in Königsborn eine Leistungshöhe, die dem Verein einen achtbaren Namen in der näheren und weiteren Umgebung verschaffte. Nachdem in den Kriegsjahren das Handballspiel auch in Königsborn stagnierte, erfolgte am 8.Juli 1945 zusammen mit dem BV Königsborn 1911 die Gründung der Sportgemeinschaft Unna-Colonie, die allerdings bereits am 16.Juni 1946 wieder aufgelöst wurde.

Gründung des TSV Colonie
1948 übernahm Walter Wegmann die Führung der Handballer des TV Colonie. Unter seiner Regie erlebten die Handballer den Höhepunkt in der bisherigen Geschichte. Der 21.Mai 1951 war der Gründungstag des TSV Colonie, der aus den Vereinen TV Colonie und Blau-Weiß Colonie hervorging. Direkt in der ersten Spielzeit 1951/52 schaffte die Mannschaft den Aufstieg in die neugegründete Landesliga, die damals die zweithöchste Spielklasse war. In den folgenden Jahren gab es wechselnde Erfolge mit Auf- und Abstiegen. Besonders erwähnenswert aus dieser Zeit sind die Kontakte mit den Sportfreunden der Betriebssportgemeinschaft Stahl Riesa aus der damaligen DDR. Ein Spiel, das am 19.Mai 1956 in Königsborn stattfand, wurde hierbei mit 9:7 gewonnen.

Gründung des Königsborner SV 1880/1911 e.V.
Die Gründung des Königsborner SV in seiner heutigen Form fand am 26.Juni 1971 durch die Fusion des TSV Colonie 1880 und des BV Königsborn 1911 statt. Während die Umstellung auf das kleine Spielfeld unserer Mannschaft besonders schwer gefallen ist, wurde 1975 in den neu errichteten Hellwegsporthallen zusammen mit allen anderen Unnaern Handballvereinen eine neue Heimstatt bezogen.

1979 konnte auch ein erster Erfolg durch eine KSV – Jugendmannschaft gefeiert werden. Die männliche C-Jugend schaffte mit ihrem Trainer Karl-Heinz Reinke die Nordwestfalenmeisterschaft.

Ein deutlicher Aufschwung setzte jedoch erst im Jahre 1981 durch den Bau der Kreissporthalle ein, die nun nur dem Königsborner SV zur Verfügung stand. Bereits in der Spielzeit 1982/83 errang die 1.Männermannschaft in der neuen Sporthalle die Meisterschaft in der Kreisliga und stieg erneut in die Bezirksliga auf.
Im selben Jahr trat mit Heinz Gronenberg auch ein Mann in den KSV-Vorstand ein, der heute aus dem Verein nicht mehr wegzudenken ist. Die Jugendarbeit wurde in den Folgejahren u.a. durch Zusammenarbeit mit den Königsborner Grundschulen immer mehr forciert, so dass zeitweise 15 Jugendmannschaften in allen Altersklassen im KSV ihren Sport betrieben. Leider konnten viele Talente nicht im KSV gehalten werden.

1995 – ein beispielloser Aufstieg beginnt
Basierend auf diese gute Jugendarbeit schaffte die 1.Damenmannschaft in den Spielzeiten 1994/95 und 1995/96 durch zwei Aufstiege in Folge den Durchmarsch von der Kreisliga in die Landesliga. Auch die 1.Männermannschaft, die in der Zwischenzeit ein fester Bestandteil der Bezirksliga geworden war, konnte sich in der Saison 1992/93 den Aufstieg in die Landesliga sichern. Sicherlich unvergessen sind die in dieser Spielzeit erzielten Pokalergebnisse. Nachdem zwei Verbandsligisten geschlagen wurde, schied man in der 7.Runde nach tollem Spiel erst nach Verlängerung mit 23:26 gegen den Oberligisten HSG Ahlen aus. Leider konnte man den Landesligaplatz nicht halten und musste 1997 sogar den Abstieg in die Kreisliga hinnehmen.

Den größten Erfolg in nunmehr 70 Jahren Handball in Königsborn konnten wir schließlich 1998 erleben. Unsere weibliche C-Jugend mit ihrem Trainer Ralf Ambree besiegte am 9.Mai 1998 vor 250 Zuschauern in der heimischen Kreissporthalle im ersten Endspiel um die Westdeutsche Meisterschaft den TV Engers in souveräner Manier mit 30:15 Toren. Nachdem auch das Rückspiel am 16.Mai in Engers mit einem 17:15 Sieg endete, wurde die Rückfahrt nach Königsborn sowie die an der Kreissporthalle vom Förderverein Königsborner Jugendhandball organisierte Feier für alle Beteiligten zu einem unvergessenen Erlebnis.

2001 Trennung der Handballer vom Gesamt Verein
Im Jahr 2001 hat sich die Handballabteilung des Königsborner SV 1880/1911 e.V. vom Gesamtverein abgelöst und als eigenständiger Verein neu gegründet. Am Donnerstag, den 17.05.2001 wurde dieser, lange vorbereitete Schritt auf der Jahreshauptversammlung der Handballabteilung vollzogen. In der Gaststätte Am Kurpark in Unna-Königsborn trafen sich die Mitglieder der Handballabteilung um diesen entscheiden und nach Aussage des damaligen 1. Vorsitzenden des Königsborner SV 1880/1911 e.V. Udo Fischer, bedeutenden Ereignis beizuwohnen. Nach kurzen Diskussionen über die Einzelheiten des Überganges der Abteilungsmitglieder in den neuen Verein wurde der Antrag auf Verselbständigung der Handballabteilung und Neugründung eines Vereins einstimmig angenommen. Der neue Verein würde Königsborner SV – Handball heißen, wobei das „S“ nicht mehr für Sport, sondern für Spiel steht. So bleibt die Anlehnung und der Bezug zum Königsborner SV 1880/1911 e.V. bestehen. Als Vereinsgründer hatten folgende Personen unterzeichnet.
Heinz Gronenberg, Harald Jansen, Hans-Dieter Gräwe, Petra Hanstein, Edgar Neugebauer, Wilfried Brinkmann, Frank Großetigges
In den ersten Vorstand des Königsborner SV – Handball e.V. wurden von der Versammlung folgende Personen gewählt.

1. Vorsitzender  Heinz Gronenberg

Geschäftsführer  Harald Jansen

Schatzmeister  Wilfried Brinkmann

Jugendwartin  Barbara Busch

stellv. Jugendwart  Andreas Engel

Männerspielwart  Frank Großetigges

Frauenspielwartin  Petra Hanstein

Schiedsrichterwart  Hans-Dieter Gräwe

26.02.2005 KSV – Nationalteam China 25:37 (13:21)
Dass Damenhandball absolut attraktiv ist, davon konnten sich gut 300 Zuschauer in Werne überzeugen. Die KSV-Handballdamen präsentierten sich in prächtiger Verfassung und verlangten dem Olympiateam 2008 aus China einiges ab. In einer Partie, die Tempohandball pur bot, hielt der KSV bis zum 5:5 die Partie offen. Besonders Torhüterin Rabea Barnhusen ragte in Hälfte eins heraus und entschärfte ein ums andere Mal Würfe der Asiatinnen. Und auch Vorne bot man China Paroli, obwohl Trainerin Silvia Schmidt stets munter durchwechselte. Mit einigen schönen Treffern zeigte sich hier vor allen Dingen Linkshänderin Barbara Schäfers von ihrer besten Seite. Nach dem Wechsel konnte der KSV das Tempospiel der Chinesinnen noch besser mitgehen. Insgesamt ein tolles Erlebnis für Spielerinnen und Fans. In der Saison 2004/05 wurde dann in der Kreissporthalle die Rückkehr in die Regionalliga gefeiert. Diese Klasse wurde bis zur Saison bis zum Abstiegsjahr 2008/09 gehalten. Nach dem erneuten Abstieg aus der Oberliga spielt die 1.Damenmannschaft wieder in der Verbandsliga.
Im weiblichen Jugendbereich spielten die A, B und C-Jugend in den letzten Jahren in den Ober- bzw. Bezirksligen. Höhepunkt war die Qualifikation der weiblichen A-Jugend zur Regionalliga in der Saison

2008/09.

JSG Massen-Königsborn
Am 22.02.2009 trafen sich Vertreter der SG Massen und des Königsborner SV Handball zur konstituierenden Sitzung einer Jugendspielgemeinschaft. Sie beschlossen die Bildung einer JSG im männlichen Jugendbereich, die sich in den letzten Jahren bewährt hat.

Saison 2013/14
Mit der neuen Trainerin Sandra Rother (vorher Trainerin BVB 09 2.Mannschaft) wird die 1. Damenmannschaft neu formiert und strebt in der Saison 2013/14 einen Tabellenplatz im oberem Drittel an. Die 2. Damen Mannschaft spielt ein weiteres Jahr in der Bezirksliga, wo versucht wird schnellstens die Punkte gegen den Abstieg zu sichern.
Aus dem Männerbereich ist der Aufstieg der 1. Männermannschaft zu berichten. Nach dem Aufstieg spielt die 1. Herren jetzt in der Kreisliga.
Die weibliche C-Jugend spielte in der neu gegründeten Oberligavorrunde und bewies dabei ihre Stärke. So wurde die Mannschaft Meister der Oberliga Staffel 1, Vize Westfalenmeister und Westdeutscher Vizemeister. Folgerichtig wurde die Mannschaft bei der Sportlerehrung der Stadt Unna zur Mannschaft des Jahres gewählt.

Alle weiteren Jugendmannschaften spielen in der neuen Saison auf Kreisebene.
Bei der männlichen Jugend spielt die B-Jugend der JSG  in der Landesliga und die C-Jugend in der Oberligavorrunde.

Saison 2014 / 2015

Die 1. Damenmannschaft wurde nach einer starken Rückrunde Meister der Verbandsliga Staffel 1 und stieg in die Oberliga. In der Oberliga spielte die Mannschaft ständig um den Abstieg. Kam der unverhoffte Aufstieg für die junge Mannschaft zu früh?

Leider mussten wir zur Saison 14/15 die 2. Damenmannschaft aus der Bezirksliga vor Saisonbeginn wegen fehlender Spielerinnen zurückziehen.

Die wC + wB qualifizierten sich für die Oberliga

Die 1. Herrenmannschaft stieg aus der Kreisliga ab

Zum Ende der Saison wurde die erfolgreiche männl. JSG mit der SG Massen aufgelöst. Einer der Gründe war die geringe Spielerzahl aus unserem Verein.

Im Januar 2015 wurden die ersten Gespräche zur Eingliederung der Damenmannschaft von TV Unna in den Königsborner SV geführt. Von Rudi Jacobi und Heinzn Gronenberg wurden die erforderlichen Schritte eingeleitet. Die Damen spielten dann ab der Saison 15/16 für den Königsborner SV.

Die wB wurde unter Michael Engelhardt bei der Sportlerehrung der Stadt Unna zur Mannschaft des Jahres gewählt.

Bei der Jahreshauptversammlung  im Jahr 2015 übergab Heinz Gronenberg nach 32 Jahren den Vorsitz an Rudi Jacobi. Der gab den Stab jedoch nach kurzer Zeit an Bernd Kuropka weiter.

Saison 2015 / 2016

Nur mit viel Glück konnte die erste Damenmannschaft den Abstieg aus der Oberliga verhindern. Sportlich das rettende Ufer nicht erreicht, durch verschiedene Rückzüge in verschiedenen Ligen dann doch noch das dritte Oberligajahr in Folge erreicht.

Nicht so viel Glück hatte die 2. Damenmannschaft, die aus den Spielerinnen der aufgelösten Handballabteilung des TV Unna entstand. Die Mannschaft von Trainer Tobias Liedschulte fand nie zu ihrer wahren Stärke und musste am Ende in die Bezirksliga absteigen.

Dadurch konnte leider die qualifizierte 3. Damenmannschaft nicht in diese aufsteigen.

Mit einem engen Kader trat die 1. Herrenmannschaft die Saison an. Zu eng wie sich bald herausstelte. So wurde die Mannschaft während der Saison zurückgezogen. So spielt jetzt nur noch eine Herrenmannschaft beim KSV.

Die wB1 und die wC qualifizierten sich die Oberliga-Endrunde. Alle weiteren Jugendmannschaften spielten auf Kreisebene.

Saison 2016 / 2017

Ja wir haben es wieder geschafft in der Oberliga  zu verbleiben. Die Zielvorgabe des Trainers, oberes Tabellendrittel, wurde zwar nicht erreicht, aber wir sind nicht abgestiegen. Die Vorbereitung war lang und hart. Es wurde viel geschwitzt und auch teilweise Gewicht verloren.

Die ersten Spiele waren sehr erfolgsversprechend. Zur Rückrunde konnten wir die Leistungen aus der Vorrunde nicht bestätigen. Woran auch immer es gelegen hat? Lag es an der Einstellung, Trainingsbeteiligung oder was auch immer ? Insbesondere gegen die Mannschaften, die mit uns oder unter uns standen, konnte nicht gewonnen werden. Aber wir haben es geschafft.

Für unsere 2. Mannschaft war als Zielvorgabe der Wiederaufstieg ausgegeben. Das Potenzial war vorhanden. Leider fehlte am Ende nur ein Punkt. Punktgleich mit dem ersten und dritten.  Überraschend verlor man das Spiel gegen Kaiserau in Königsborn. Dann kam das unglückliche Spiel in Werne dazu, wo wir nicht den besten Tag hatten. Ja, der Schiedsrichter hatte auch nicht den besten Tag. Verloren haben wir aber weil wir da unsere Chancen nicht genutzt haben. Trotzdem war es eine gute Saison. Frank Hoffmann hat im ersten Jahr, als Trainer der 2. Damenmannschaft gute Arbeit geleistet. 

Die 3. Damenmannschaft unter Dominik Thiemann hat ihr Soll erfüllt und mit dem sechsten Tabellenplatz die Saison abgeschlossen. Mit wenigen Spielern aus dem Seniorinnen-Bereich und immer wieder mit A- Jugendlichen verstärkt, konnte die Saison durchgeführt werden. In der neuen Saison wird die 3. Damenmannschaft von Marc Schäfer trainiert.

Wieder einmal blicken wir auf eine gute Jugendarbeit zurück ! Unserem Dank gilt nicht nur den Trainern sondern auch den Eltern. Die haben sich durch Ihre Unterstützung, Zeitnehmer-Sekretär und auch hinter dem Tresen in unserem Kiosk, unverzichtbar gemacht. Wir brauchen auch weiterhin eure Unterstützung, um wie bisher bestehen zu können.

Erstmalig waren wir mit der C-B- und A-Jugend in der Oberliga-Vorrunde vertreten.

Die A-Jugendlichen konnten sich leider nicht für die Endrunde qualifizieren und mussten in der der Verbandsliga weiterspielen. Da erreichten sie den dritten Tabellenplatz. 

Ãhnlich erging es den B-Jugendlichen. Durch Verletzungspech und durch den Abgang einer weiteren Spielerin mussten auch sie eine Klasse tiefer ihre Meisterschaftsspiele fortsetzen. Am Ende wurde der fünfte Tabellenplatz erreicht.

Als einzige Mannschaft gelang es der C-Jugend sich für die Oberliga-Endrunde zu qualifizieren. Sie erreichten dort den vierten Tabellenplatz.

Unsere A2-Jugend spielte auf Kreisebene um die Meisterschaft. Sie mussten sich nur dem Lüner SV geschlagen geben und wurden Vizemeister. Immerhin konnte sie im Kreispokal ihren Titel erfolgreich verteidigen.

Die D-Jugend wurde in der Kreisklasse Meister. Danach spielte die Mannschaft in ihrer Kreispokal-Gruppe sehr gut und belegte den ersten Platz. Dadurch hatte sie sich für das Turnier um den Kreispokal qualifiziert. Dort reichte es leider nur zu dem dritten Platz.

Unsere E-Jugend erreichte in der Kreisliga von zehn Mannschaften einen beachtlichen fünften Tabellenplatz. Sehr bemerkenswert war, dass die Mannschaft beide neu eingeführte Koordinationswettkämpfe gewann. 

Zu allerletzt noch die Mannschaft die die kommenden Stars unseres Vereins werden können: Die Minis. Dort gibt es keinen Verlierer, nur Gewinner.  Für die Kleinen gab es 7 Mini-Spielfeste. Es ist interessant sich einmal so ein Spielfest  anzusehen. Die Jungs und Mädels sind mit sehr viel Freude und Eifer bei der Sache.

Saison 2017 / 2018

Die ersten Damen war in der vergangenen Saison die Mannschaft mit zwei Gesichtern: Zu Hause hui und auswärts pfui. Keine Ahnung wie so etwas zu Stande kommen kann, aber sei es wie es sei: Der Klassenerhalt war frühzeitig gesichert und das war in den letzten Jahren nicht der Fall. Somit kann man von einer gelungenen Saison sprechen.

Dies kann man leider von den zweiten Damen nicht behaupten. Der angepeilte Aufstieg wurde erneut verpasst. Eine äußerst unglückliche und unnötige Niederlage bei der Zweitvertretung des Hammer SC war quasi das Ende aller Träume. Die Nutzlosigkeit der Niederlage zeigte sich darin, dass man wenig später zusammen mit den A-Jugendlichen die Erstvertretung der Hammer im Pokal schlug. 

Erfreulich der Zuwachs an Aktiven bei den dritten Damen. Nach und nach griffen immer mehr Spielerinnen ins Geschehen ein und wenn wirklich Aktive benötigt wurden, halfen die A-Jugendlichen aus. So verfügte Trainer Marc Schäfer über eine reichhaltige Auswahl, die zum Ende der Saison durch die vielen Aktiven der A2-Jugendlichen fast zur Qual der Wahl wurde. Im großen und ganzen eine erfreuliche Entwicklung. Mit einem guten Platz im oberen Tabellendrittel erfüllte die Mannschaft auch die Erwartungen.

Unsere Herren, schon lange totgesagt, aber immer noch am Leben. Und wie: Die „Altinternationalen“ bekamen sogar Zuwachs durch einige „Jungspunde“. So wurde neben dem Ziel Klassenerhalt auch das Ziel die Mannschaft weiterhin im Spielbetrieb zu halten erreicht. Hoffen wir mal, dass dies noch länger so bleibt.

Und nun zum Jugendbereich.

Die A1 hatte hochgesteckte Ziele: Die Bundesliga sollte es sein. Jedoch scheiterte man beim Qualifikationsturnier an den Mädels des HLZ-Ahlen. So spielte man die Qualifikation zur Oberliga, scheiterte knapp und erreichte zum Abschluss der Saison einen dritten Platz in der Verbandsliga. Aufgrund der vielen Verletzungen und den dadurch kleinen Kader, kann man trotzdem von einer durchaus gelungenen Saison sprechen, obwohl die Mädels sicherlich mehr erhofft hatten.

Die A2 verteidigte den Kreispokal erfolgreich. Dies war der herausragende Aspekt der Saison. In der Meisterschaft musste man schnell die Überlegenheit des Lüner SV anerkennen. Im letzten Saisonspiel, dass zu einem Endspiel um den zweiten Platz mit dem ASV Hamm wurde, unterlag man und erreichte so „nur“ den dritten Tabellenplatz. Bewegend war dann der Abschied vom langjährigen Trainer Stefan Petersmann.

Die B-Jugend war die eigentliche Überraschung der Saison: Mit einer Mannschaft die teilweise noch C-Jugend hätte spielen können, verpasste die Mannschaft nur knapp den Sprung in die Oberliga. In der Landesliga selbst erreichte man einen hervorragenden zweiten Platz. Schade nur, dass nach der Saison einige Jugendliche die Mannschaft verlassen haben und nun in einem anderen Verein spielen.

Besonders schwer hatte es die C-Jugend. Mit einem knappen Kader bestückt und auf Aushilfe von der D– bzw. den C-Jugendlichen aus der B-Jugend angewiesen, hatte Trainer Martin Prasch ein täglich wechselnden Kader zur Verfügung. Trotzdem gaben die Mädels nie auf, steigerten sich immer weiter und erreichten so einen nicht erwarteten vierten Platz in der Kreisliga. Ein gutes Beispiel dafür was man mit Enthusiasmus alles erreichen kann.

Nicht so gut lief es für die D-Jugend. Am Ende einer durchwachsenen Saison stand die Mannschaft auf den siebten Tabellenplatz der Kreisliga. Irgendwie schien die Mannschaft den Esprit der vergangenen Saison verloren zu haben und musste daher einige bittere Niederlagen hinnehmen.

Schwer hatten es auch die E-Jugendlichen. Mit einem teilweise sehr kleinen Kader hatte es Celina Prasch zu tun. Manchmal stand keine Auswechselspielerin zur Verfügung und einmal gewann man sogar in ständiger Unterzahl. Aber der harte Kern war stets bereit und zeigte ansprechende Leistungen.

Im Mini- und Kiga- Bereich tummeln sich immer zahlreiche Kinder. Während die Minis bei ihren Spielfesten schon zeigen können was sie bei den engagierten Trainerinnen so gelernt haben, steht bei den KIGA-Kindern das spielerische und der Spaß noch mehr im Vordergrund. Es ist immer wieder schön zu sehen mit welchem Spaß sie bei der Sache sind und vielleicht ist da schon jemand, der irgendwann den Sprung in die erste Damenmannschaft schafft…

 

Saison 2018 / 2019

Was war das für eine großartige Saison, die Saison 2018/2019. Sie wird in der Vereinsgeschichte wohl nicht mehr zu toppen sein. Doppelaufstieg ! Was für ein Wort ! Die Damen die dies erreicht haben, haben es auf ihren Meistershirts stehen: 6. Liga gönn‘ ich mir. Das steht bei den zweiten Damen, die fast verlustpunktfrei Meister in der Bezirksliga geworden wären, auf dem Rücken. Leider mussten sie am letzten Spieltag noch eine Niederlage hinnehmen. So wurde aus einer genialen Runde nur eine sehr gute. Aber der langersehnte Aufstieg wurde endlich Wahrheit. Wahrheit dank einer großartigen Geste vieler ehemaliger 1. Damen- Spielerinnen. Der Andrang auf den Oberliga-Kader war so groß und so qualitativ hochwertig, dass nicht alles Spielerinnen in den Kader gekommen wären. So verzichteten einige auf die ersten Mannschaft und spielte lieber mit den alten Kolleginnen in der Zweiten. So stand fast immer eine ehemalige Oberliga-Mannschaft auf der Platte und hatte meistens mit den Gegnern leichtes Spiel. Ein hochaufverdienter Aufstieg, der fast seinesgleichen sucht.

 

Kai Harbach hatte als Trainer beider Mannschaften das schwere Los aus einem 30iger Kader zwei gute Mannschaften zu formen. Neben einigen Neuzugängen die den Kader schon verstärkt hätten, gesellten sich vier gestandene Dritt-Liga-Spielerinnen aus der aufgelösten Mendener Mannschaft hinzu. Ein unverhoffter Glücksmoment für den KSV, der nur dank der Person Kai Harbach’s zustande kam. Trotzdem wurde in dieser Phase das Wort Aufstieg nicht in den Mund genommen. Erst als die Rückrunde gespielt und man immer noch in Tuchfühlung mit dem heißen Favoriten ASC Dortmund stand, wurde es langsam ernst. Als dann die Mannschaft auch noch beim ASC gewinnen und die Tabellenführung übernehmen konnte, wurden langsam aber sicher die Strippen für einen eventuellen Aufstieg im Hintergrund gezogen. Als dann die Meisterschaft dank des Sieges gegen Ibbenbüren feststand und der Jubel in der Halle keine Grenzen mehr kannte, konnte der Vorstand die ersten Papiere vorweisen und an den DHB senden. Ein Traum wurde wahr. Aber finanzierbar ? Ja ! Dank des Engagements neuer Sponsoren und Dank der Hilfe der schon treuen KSV-Sponsoren wird diese Saison kein Roulette. Hier sei auch noch einmal erwähnt: Es wird nicht das ganze Geld in die ersten Damen gesteckt und die Jugend vernachlässigt. Die Jugend wird allein durch den Förderverein unterstützt. Dieser ist unabhängig und hat seine eigenen Einnahmequellen. Die finanzielle Situation dort ist gut, wäre aber noch besser wenn sich mehr Mitglieder für den Förderverein finden würden. Der Ansprechpartner ist hier Sabine Wachtel.

Unsere dritten Damen spielten eine beachtliche Saison und schnupperten lange an der Tabellenspitze mit. Doch in den entscheidenden Spielen musste das junge Team von Trainer Thomas Bürgerhoff erkennen, dass sie in dieser Saison noch nicht so weit waren. Der Einsatz war stets da, aber leider war man in einigen Phasen dieser Begegnungen zu unerfahren und musste so leider das ein-oder andere Mal die Platte als Verlierer verlassen. Trotzdem steckt in dieser Mannschaft ein gutes Potenzial.

Auch noch nicht so weit waren die Herren. Diese waren aber noch nicht so weit abzusteigen. So konnten die „Altinternationalen“ die mittlerweile durch einige „Jungspunde“ Verstärkung bekommen hatten, gerade noch einmal den Kopf aus der Schlinge ziehen und den Klassenerhalt schaffen. So gehen sie eine weitere Saison an den Start und bewahren die Herren-Tradition des KSV.

Nun zu unserem Sorgenkind: Der Jugendabteilung. Was hatte man sich aus der Bildung einer Spielgemeinschaft mit den Mädchen des HC Heeren erhofft. Leider wurden diese Erwartungen kaum erfüllt. Die A-Jugend, die eigentlich zum größten Teil aus B-Jugendlichen bestand, die im Spiel gegen A-Jugendteams in der Kreisliga die Härte für die kommende Qualifikation erreichen sollte, spielte nur mit KSV-Mädels. Die B-Jugend war zwar gemischt, hatte aber eigentlich immer noch zu wenige Spielerinnen, um ohne die Hilfe der C-Jugend über die Runden zu kommen. So war jede Begegnung ein Bangen, ob man eine Mannschaft zusammen bekam. Einzig die C-Jugend spielte eine gute Saison, hatte aber gegen den späteren Meister aus Hamm keine Chance und wurde Vizemeister.

Die D- und die E-Jugend liefen weiterhin unter der Regie des Königsborner SV. Hier stand vor allem die weitere gute Ausbildung im Vordergrund. Trotzdem sah man in vielen Spielen, dass andere Vereine uns im Jugendbereich längst überholt und wir unsere Vormachtstellung im Kreis an das HLZ Ahlen oder den Lüner SV abgeben mussten. Eine bittere Erkenntnis die leider dazu führt, dass der Damenbereich nur mit wenigen neuem aus der Jugend kommenden Nachwuchs rechnen kann.

Im Mini- und KIGA-Bereich tummeln sich mittlerweile aber viele viele Kinder. Bis diese aber im Erwachsenenbereich tätig werden, dauert es noch Jahre. Ein schweres Manko, welches aufzufangen gilt. Allerdings weiß keiner so recht wie dies gehen soll, da dies wohl ein allgemeines Problem ist. Dies sieht man auch daran, dass die Jugendmannschaften im Kreis immer weniger werden. Aber : Quo Vadis KSV ?

Saison 2019 / 2020

Corona machte einen ordentlichen Saisonabschluss unmöglich. Bis zu dem Zeitpunkt des Saisonabbruchs schlugen sich aber die meisten Teams des KSV-Handball recht achtbar. Angefangen mit den ersten Damen, die zu diesem Zeitpunkt zwar nur zwei Punkte vom Abstiegsplatz entfernt waren, aber auch nur zwei Punkte bis zu einem guten Mittelplatz hatten. Bei den Heimspielen wollte es nicht so recht laufen, dafür waren die Mädels von Kai Harbach aber bei den meisten Auswärtsspielen recht erfolgreich und holten dort die nötigen Punkte. Erwähnenswert sicherlich hier die Fahrt nach Marpingen. 360 km standen auf dem Tacho nach der Hinfahrt… Schon eine gewaltige Anstrengung für gute 60. Minuten Handball. Im Großen und Ganzen muss man aber sagen, dass das Team eine gelungene erste 3.-Liga-Saison gespielt hat. Auf die Abwehr konnte man sich in den meisten Spielen verlassen. Im Angriff war man jedoch auf die Tagesform der Hauptschützinnen angewiesen. Dass sich mit Lisa Gerbe dann auch noch die einzige etatmäßige Kreisläuferin verletzte, erschwerte die Angriffsbemühungen um einiges. Trotzdem hätte man sicherlich den Abstieg vermeiden können.

Da mussten die zweiten Damen des KSV, die ebenfalls von Kai Harbach trainiert wurden, nicht so weit fahren. In der Landesliga beherrschte das Team zu Beginn eindeutig die Liga und stand verlustpunktfrei an der Spitze. Die Spiele wurden recht eindeutig durch teilweise sehr starke Vorstellungen gewonnen. Vor allem mit dem schnellen Spiel der Mannschaft konnten die meisten anderen Teams nicht mithalten. Dann gestattete sich das Team jedoch im Januar/Februar eine kleine Auszeit und verlor drei Spiele in Folge. Von diesen Rückschlägen getroffen, aber nicht ko-gegangen erholte man sich und trat in den letzten Saisonspielen gewohnt souverän auf. So konnte man mit einem Punkt Vorsprung vor Wattenscheid, die im Fall der Fälle aber auf einen Aufstieg verzichtet hätten, die quasi-Meisterschaft erringen und so den zweiten Aufstieg in Folge vollbringen. 

Die dritten Damen des KSV scheiterten knapp am Wunschziel Aufstieg. Schon zu Beginn der Vorbereitung zeigte sich, dass das Team Berufs- und Studienbedingt nur eingeschränkt trainieren konnte. Dies führte dann zu Beginn der Saison zu unnötigen Niederlagen und damit zu einem zu großen Rückstand auf die Spitze. Das Team erholte sich zwar und kam auch einige Male in die Nähe der Tabellenführung, doch in den dann entscheidenen Spielen fehlte die notwendige Durchschlagskraft. Somit spielt das Team ein weiteres Jahr in der Kreisliga.

Die Herren hatten es von Beginn an schwer, da sie auf ihren sonstigen Haupttorschützen verzichten mussten. So reihte sich eine Niederlage an die andere. Manchmal äußerst knapp, manachmal endeten die Partien auch mit großem Rückstand. So hatten die Mannen um Marc Ohlwein beim Saisonabbruch einen einzigen Punkt auf der Habenseite und wären sicherlich abgestiegen. Jedoch profitierte hier das Team von der Regelung des Handballkreises keine Mannschaft absteigen zu lassen und spielt so weiterhin in der 2. Kreisklasse.

Im Jugendbereich sah es leider nicht ganz so gut aus. Die weibliche A-Jugend verpasste um ein Tor die Qualifikation für die überkreisliche Liga. Ein weiterer Rückschlag, der nicht hätte sein dürfen. Allerdings wurde dann das Team von Trainer Thomas Faltin knapp vor dem ärgsten Konkurrenten aus Lünen Kreismeister. Ein sicherlich tröstender Erfolg.

Die weibliche B-Jugend um das Trainergespann Torben Tecklenborg und Lars Linnemann spielte ebenfalls in der Kreisliga. Als Mannschaft, die hauptsächlich aus Spielern des Jungjahrgangs bestand, konnte man sich im oberen Tabellendrittel etablieren. Gegen die Spitzenmannschaften war man aber größtenteils unterlegen. Trotzdem kann der erreichte vierte Platz als ein gutes Ergebnis gewertet werden.

Die weibliche C-Jugend, die ebenfalls von Torben Tecklenborg und Lars Linnemann gecoacht wurde, schaffte in der Kreisklasse einen hervorragenden zweiten Platz, punktgleich mit dem Team aus Ahlen. Diesem unterlag man im entscheidenden Spiel leider unglücklich. Jedoch zeigte das Team einige gute Spiele und konnte sich gegen Mannschaften, die außer Konkurrenz spielten, also mit Aktiven älteren Jahrgangs spielten, gut in Szene setzen.

Die weibliche D-Jugend startete hervorragend in die neue Saison. So gewann man von den ersten neun Partien immerhin sieben und etablierte sich so in der Tabellenspitze. Zum Ende der Serie ging dem Team dann leider die Puste aus aus und es konnte leider keine weitere Siegesserie starten. Nichtsdestotrotz zeigte die Mannschaft von Marc Schäfer in vielen Spielen eine gute Leistung und erreichte am Ende einen guten sechsten Platz.

Die von Dominik Thiemann trainierte weibliche E-Jugend erreichte einen hervorragenden dritten Platz und war nur von den Spitzenteams des ASV Hamm und Ahlen zu schlagen. In vielen Spielen zeigten die jüngsten Aktiven ihr Können und überzeugten durch gelungene Spielzüge und schöne Tore.

Generell kann man sagen, dass der Jugendbereich des KSV zu wünschen übrig lässt. So konnten einige Mannschaften nur selten mit einem vollen Kader die Spiele bestreiten. Die weibliche E-Jugend hatte sogar mehrmals überhaupt keinen Auswechselspieler dabei. Umso bewundernswerter, dass sich alle Mannschaften keine Blöße gegeben haben und zu allen Spielen angetreten sind. Trotzdem ist es schon traurig, dass immer weniger Kinder den Weg zum Handball finden. Leider kann man auch aus den Schul-AG’s, der KSV ist hier an der Grillo-Schule und an der Friedrichsborn Schule aktiv, kaum neue SpielerInnen gewinnen. 

Heinz Gronenberg trat im Januar 2020 vom Amt des Ehrenvorsitzenden zurück.

Saison 2020/2021 

1978

1979 konnte auch ein erster Erfolg durch eine KSV – Jugendmannschaft gefeiert werden. Die männliche C-Jugend schaffte mit ihrem Trainer Karl-Heinz Reinke die Nordwestfalenmeisterschaft.

Obere Reihe von links nach rechts :

Trainer Karl-Heinz Reinke, Wierzbinski, Klaus Pick, Markus Neveling, Michael Uhlich, Frank Grossetigges, Christian Torchalla, Co-Trainer Piszczek.

Untere Reihe von links nach rechts:

Carsten Neveling, Markus Wohlrab, Frank Bochinek, Michael Hüsken, Dietrich Westermann.

Bild von Christian Torchalla (jetzt Bremerhaven)