von Harald Jansen
Kai Harbach: „Für das Hinspiel haben wir uns gut revanchiert“
Gegen den Lüner SV hatten sich die Regionalliga-Handballerinnen einiges vorgenommen, hatte man sich doch im Hinspiel die Punkte teilen müssen. Und das Team von KSV-Coach Kai Harbach lieferte und feierte einen klaren Heimsieg.
Handball-Regionalliga Frauen
Königsborner SV – Lüner SV 35:22 (15:11)
Für Königsborn fing die Partie zunächst gar nicht gut an. In der ersten Aktion setzte sich Leonie Schmitz vorne durch, ihr Wurf wurde aber zu einem Gesichttreffer und es ging für zwei Minuten auf die Strafbank. Und kurz danach musste auch Hanna Wrede für zwei Minuten raus. Lünen nutzte dies und ging in den Anfangsminuten in Führung. Für die erste Königsborner Führung sorgte dann „Leo“ Schmitz zum 4:3 und der KSV übernahm das Kommando in der ganz gut gefüllten Kreissporthalle. Ein ums andere Mal gelangen dabei dem KSV-Rückraum gute Anspiele an den Kreis, die Hanna Wrede und Svenja Eckey zu Treffern verarbeiteten. Torhüterin Ira Schöße hatte ebenfalls einen guten Tag erwischt und parierte alleine in Hälfte eins neun Bälle. So zogen die Kreisstädterinnen bis auf 15:8 davon, ehe man sich eine kurze Auszeit nahm. Lünen verkürzte zur Pause mit einem 3:0-Lauf auf 15:11.
Nach dem Wechsel dominierte Königsborn immer klarer. Die Abwehr stand und vorne ging die Post ab. Der Vorsprung wuchs stetig an, sodass am Ende ein glatter 35:22 auf der Anzeigetafel stand. Harbach lobte Keeperin Ira Schöße, Svenja Eckey, Leo Schmitz und vor allen Dingen Hanna Wrede. Wrede zeigte sich nervenstark von der Siebenmeterlinie und verwandelte alle ihre sechs Versuche. Und auch vom Kreis kamen weitere Treffer hinzu. Mit ihren elf Torerfolgen übersprang sie die 100er Marke und steht nun bei 104 Saisontoren.
„Für das Hinspiel haben wir uns gut revanchiert. Das Ergebnis geht auch in Ordnung. Wir waren die bessere Mannschaft. Die ersten Minuten waren wir noch nicht richtig da, aber mit der ersten Führung haben wir das immer weiter ausgebaut“, sagte ein zufriedener Königsborner Trainer nach Spielschluss, der sich lediglich über die Minuten vor der Pause etwas ärgerte: „das nervt mich immer etwas, aber am Ende haben es alle gut gelöst. Wir wollten das Spiel auf jeden Fall gewinnen. Die Zuschauer haben heute ein gutes Spiel von uns gesehen“.
Der Lüner SV rutschte nach der Niederlage auf den elften Rang ab und ist nach wie vor stark abstiegsgefährdet. Königsborn schob sich hingegen „über Nacht“ wieder auf den dritten Tabellenplatz vor.
KSV: Schöße (14 Paraden), Seelbach – Ritter (4), Albrecht (1), Lorenz, Wrede (11/6), Pelz (4), Kucharczyk (1), Halstenberg (1), Eckey (2), Steinweg, Krollmann (1), L.Schmitz (8), E.Schmitz (1), Krumscheid (1)
Strafminuten: 4 / 10