von Harald Jansen
Kai Harbach: „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient.“
Im letzten Spiel der Hinrunde musste das Team von KSV-Coach Kai Harbach eine knappe Niederlage bei der Bundesliga-Reserve des BVB einstecken. Es fehlten nur Sekunden, um am Ende einen durchaus verdienten Zähler mitzunehmen.
Handball-Regionalliga Frauen
Borussia Dortmund II – Königsborner SV 29:28 (15:20)
Königsborn legte einen Katapultstart auf das Parkett. Erst einen 4:0-Lauf zum 6:2 und bereits nach neun Spielminuten verwandelte Celine Pelz zum 10:3. Überragend in der ersten Hälfte war Hanna Wrede, die alle ihre acht Treffer in Hälfte eins warf, darunter fünf sicher verwandelte Siebenmeter.
„Vor allen Dingen in der ersten Halbzeit haben wir überragend gespielt. Da passte alles. Zur Halbzeit 20:15, das war top und die beste Halbzeit der Saison“, lautete der Kommentar von KSV-Coach Kai Harbach: „Dortmund kam mit Schaum vor dem Mund aus der Kabine. Und dann haben wir gleich zwei, drei Tore gekriegt“. Harbach nahm daraufhin nach gut fünf Minuten bereits eine Auszeit. Der BVB verkürzte den Rückstand stetig. Nach einem Treffer von Lisa Albrecht schaffte Königsborn aber nochmal eine 23:20-Führung, die dann allerdings Dortmund mit einem 5:0-Lauf konterte. „Vorne haben wir nichts mehr hingekriegt. Bis zur 50.Minuten haben wir nur noch vier Tore geworfen. Dortmund hat unseren Rückraum schärfer attackiert und hinten besser verschoben. Und dann haben wir noch zwei, drei Freie liegengelassen“, fügt der Königsborner Trainer hinzu. Doch der KSV schaffte durch Emily Schmitz nochmal den 28:28-Ausgleich. „In der Schlussphase gab es einige komische Pfiffe gegen uns“, so Harbach, der insgesamt die Leistung der Schiedsrichter aber als „gut“ bewertete. Der BVB beendete seinen letzten Angriff Sekunden vor dem Abpfiff mit einem Rückraumwurf in den Winkel zum 29:28. Das konnte der KSV in den verbleibenden wenigen Sekunden nicht mehr ausgleichen. „Das Spiel hatte keinen Sieger verdient. Wir haben alles gegeben, schade. Unsere Leistung stimmte“, resümierte Harbach.
Nach Abschluss der Hinrunde hat Königsborn 18:8 Punkte auf dem Konto. Trotz der beiden knappen Niederlagen zuletzt ist das sicher eine Bilanz, die so vor der Saison nicht zu erwarten war. „Das hätte ich vor der Saison blind unterschrieben. Da können wir sehr gut mit leben“, so ein insgesamt zufriedener Königsborner Übungsleiter.
Zum ersten Spiel der Rückrunde geht es am 13. Dezember nach Bochum zum SV Teutonia Riemke.
KSV: Schöße, Seelbach – Lorenz, Hering, Albrecht (3), Wrede (8/5), Pelz (5), Kucharczyk (2), Halstenberg, Steinweg, Krollmann (3), L.Schmitz (5), E.Schmitz (2).
Strafminuten: 0 / 2