Anwurf der Partie beim Lüner SV ist am Samstag um 17 Uhr in der Rundturnhalle in Lünen
Nach dem 30:26-Sieg im Spitzenspiel am vergangenen Sonntag gegen LiT Tribe haben die Königsborner Handball-Damen nach zehn Spieltagen tatsächlich die Tabellenführung in der Regionalliga übernommen. Eine Entwicklung, die so vor der Saison absolut nicht zu erwarten war. Alle Spielerinnen haben sich gegenüber der Vorsaison enorm gesteigert. Und mit Jule Steinweg und den Schmitz-Schwestern Leonie und Emily kamen top Neuzugänge hinzu. Nicht zu vergessen die beiden Coaches Kai Harbach und Tim Andler. Die Qualitäten von Kai Harbach sind dabei hinlänglich bekannt, schließlich geht der Chef-Coach beim KSV bereits mit Unterbrechungen in seine insgesamt achte Saison. Hinzu kam diese Saison mit Tim Andler ein neuer Torhütertrainer. Und die Chemie zwischen ihm und den beiden Keeperinnen Anna Seelbach und Ira Schöße stimmt einfach. Beide machten in dieser Spielzeit einen echten Leistungsschub nach vorne.
Doch nun ist aus dem Jäger der Gejagte der Liga geworden und die Gegner werden sich noch konzentrierter auf den KSV einstellen. Der Lüner SV macht dabei den Anfang.
„Lünen ist zusammen mit uns die Überraschungsmannschaft der Saison“, hat Harbach ordentlich Respekt vor den Leistungen der Lippestädterinnen. 9:9 Punkte und ein neunter Tabellenplatz stehen für das Team von LSV-Trainer Marcel Mai aktuell zu Buche. Zuletzt gab es zwar eine deutliche 23:36-Niederlage beim ASC Dortmund, doch zuvor gab es ein Remis bei LiT Tribe und einen glatten 30:21-Heimsieg gegen Bad Salzuflen. Und gegen das Team aus der Kurstadt steckte Königsborn ihre bisher einzige Saisonniederlage ein. „Wir wissen also, was auf uns zukommt“, so Harbach, der aber auch in Lünen auf eine gute Defensivleistung seines Teams setzt. Genau dies war letzten Sonntag der Schlüssel zum Sieg im Spitzenspiel gegen LiT Tribe: „Vorne müssen wir wieder auf die Nahtstellen gehen, dann passt das schon“. Das Selbstvertrauen ist in Reihen des KSV nach sieben Siegen in Folge auf jeden Fall reichlich vorhanden. „Die Mannschaft ist top motiviert und super drauf. Wir sind gewarnt, aber die Erfolgswelle soll nicht am Samstag in Lünen reißen“, geht Harbach voller Optimismus in die Partie.
In der Vorsaison tat sich Königsborn mit dem damaligen Aufsteiger aus Lünen ziemlich schwer, siegte schließlich aber doch auswärts mit 19:16 und zu Hause mit 27:20.
In der internen KSV-Torjägerliste führt übrigens nach zehn Spielen Leonie „Leo“ Schmitz mit 68 Treffern (alle aus dem Feld) vor Jona Krollmann mit 57 (16 Siebenmeter) und Hanna Wrede mit 37 (7 Siebenmeter).