Königsborner SV - TB Wülfrath 27:20 (14:11)

Eine, auch in dieser Höhe, verdiente Niederlage kassierten die Damen des KSV. Wie in Dortmund verschlief man die Anfangsphase komplett und lag nach fünfzehn Minuten mit 1:8 hinten. Grund dafür war, neben drei verworfenen Siebenmeter, das man die wenigen guten Chancen, die die starke Mainzer Abwehr zulassen musste, dann nicht nutzen konnte. Der sonst so wurfgewaltige Rückraum wurde früh attackiert und konnte seine Stärken nicht ausspielen. Die sonst so zahlreich erfolgreichen Eins zu Eins Situationen gewann meistens der Gast. Da die Abwehr dann auch noch die wurfgewaltigen Rückraumspielerinnen der Gäste nicht in den Griff bekam war der Rückstand kein Wunder. Nach dieser sehr schwachen Anfangsphase besannen sich die Damen des KSV und kamen langsam aber sicher ins Spiel. Anders als in Dortmund wurde mit Tempo und Herz gespielt. So konnte man den Rückstand zwar nicht großartig verkürzen, blieb aber einigermaßen in Schlagweite. Trotzdem musste man mit einem sechs Tore Rückstand in die Halbzeitpause gehen. Die Zuschauer waren ob dieser Leistung nicht zufrieden mit der Mannschaft und hofften auf Besserung in der zweiten Hälfte. Diese begann vielversprechend, denn Lisa Gerbe erzielte den ersten Treffer und kurz danach fand ein Siebenmeter leider nicht den Weg ins gegnerische Netz. Die Gäste aus Mainz behielten aber jederzeit den Überblick und erlaubten sich ihrerseits einige gute Chancen auszulassen. Trotzdem konnten sie sich weiter Tor um Tor absetzen, da der KSV-Angriff nun wiederholt vor einer unüberwindbaren weißen Mauer stand. Wenn dann mal diese Mauer durchdrungen wurde, stand noch eine gut aufgelegte Torhüterin im Weg. Da man im Angriff auch viele technische Fehler produzierte und so Mainz zu einfachen Toren einlud, nahm dann das Schicksal seinen Lauf und die Gäste konnten einen verdienten Erfolg auf ihrem Weg in die Heimat mitnehmen.

Nun geht es für die KSV Damen darum die Wunden zu lecken, den Kopf wieder freizubekommen und so zu der alten Stärke aus den Spielen gegen Köln, Marpingen und Düsseldorf zu finden. Aus diesen Spielen muss man wieder das nötige Selbstvertrauen gewinnen und  mit Herz und Verstand in die Spiele gehen.

Kai Harbach: Ich bin sehr enttäuscht. Ich spreche vor dem Spiel an, dass die Deckung aggressiv sein soll, und nach sechs Minuten hat Mainz drei einfache Tore aus dem Rückraum erzielt. Im Angriff haben wir überhaupt nicht stattgefunden. Zwei Tore nach sechszehn Minuten sprechen da eine deutliche Sprache. Die Mainzer Abwehr hat konsequent aggressiv gedeckt, so dass wir kaum durchgedrungen sind. Hinzu kommt noch, dass wir vier Siebenmeter in wichtigen Spielsituationen verworfen und gute Chancen nicht genutzt haben. Über die Anzahl unsere technischen Fehler spreche ich nicht mehr, dabei üben wir bei jeder Trainingseinheit das Passen.

Aufstellung:

1 Ebel, Sarah, 16 Seckelmann, Vanessa, 2 Liese, Jana 2 (2/3); 5 Webers, Melanie; 10 Wrede, Hanna  4, 11 Benden, Maike  (0/1), 14 Prasch, Celina  1, 21 Pelz, Celine  3 (0/1), 22 Koeppel, Ricarda, 24 Feldmann, Julia, 25 Bergmann, Anna Lena  3, 27 Esterhaus, Maike   2, 29 Gerbe, Lisa   4