Meister Königsborn wehrte sich, aber der entscheidende Druck fehlte den Aktionen. So musste man sich zum zweiten Mal in dieser Saison im Derby gegen Bergkamen geschlagen geben. Nur ein wenig tat's weh. Alles war ja schon vorher entschieden. Nur das Prestige zählte noch - und das kostete halt Bergkamen aus. Der Drittliga-Aufsteiger wird es verschmerzen können. Den besseren Start erwischte Königsborn, ging durch Celina Prasch 3:1 in Führung (4.). Tura antwortete, glich aus in Person von Romina Jackenkroll. Nach neun Minuten lag der KSV  wieder in Front, 5:3. TuRa ließ sich nicht abschütteln, wurde stärker und Sally Unger brachte ihr Team per Siebernmeter 11:8 in Führung. Nach 25 Minuten hieß es gar 14:10 durch Anne Seehagen. Der KSV hielt jedoch dagegen und konnte kurz vor der Pause durch Verena Fleckstein zum 14:14 ausgleichen, ehe wiederum Seehagen zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff per Gegenstoß für das 15:14-Pausen-Ergebnis sorgte .

In Halbzeit zwei baute Bergkamen die Führung über 19:16 (36.), 23:19 (42.) auf 25:21 aus. Der Sieg schien greifbar nahe, doch der Meister ließ nicht locker, kam auf 28:27 heran. Mehr aber wurde es nicht, denn der Schlusspfiff beendete eine insgesamt faire Partie, die nicht immer auf höchstem Oberliga-Niveau ablief. Allein der spannende Spielverlauf entschädigte die Zuschauer in der Friedrichsberg-Sporthalle.

TuRa-Trainer Ingo Wagner: Wir haben das zweite Derby auch gewonnen. Dieses Mal sind ein paar Tore mehr gefallen. Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment machen; wie wir mit dem Kader über 60 Minuten gefightet haben. Wir hätten die Sache früher schon entscheiden können. Wir hatten in der 1. Halbzeit eine Phase, wo wir mit vier Toren führten und auch im zweiten Durchgang lagen wir mit vier Treffern vorne. Wir haben aber zugelassen, dass Königsborn auf ein Unentschieden heran kam. Eng blieb die Begegnung auch nach der Pause, Königsborn gab sich nicht auf, ist immer wieder ran gekommen. Bei uns sind die Kräfte ausgegangen, da hatten wir Phasen, wo wir unkonzentriert waren. Da fehlte uns halt das Personal, denn Axtmann, Holz und Krogull waren nicht dabei. Das darf man auch nicht vergessen. Alle von uns haben das jedoch sehr stark gemacht. Ein schöner Abschluss.

KSV-Trainer Kai Harbach: Ich muss der Mannschaft keinen Vorwurf machen. Das war Sommerhandball vom Feinsten. Wir haben von Anfang an gesehen, dass null Spannung da war. Das war auch bei mir so. Klar, im Nachhinein wollten wir nicht verlieren. Wir haben; jetzt vier Wochen am Limit gearbeitet, gekämpft, mussten die Spiele gewinnen, heute brauchten wir es nicht. Glückwunsch an TuRa.

TuRa: Meier, Mende-Kamps 1, Kullmasnn, Jaworski 3, Seehagen 2, Jackenkroll 5, Krogull, Pronobis, Rohlf 3, Brügger 7, Unger 5.

KSV: Ebel, Liese 2, Webers 2, N. Hering, A. Hering 2, Mastalerz 1, Benden 5, Köppel 2, Prasch 4, Weidemann 1, Pelz, Fleckstein 1, Eckey, Gerbe 3.

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